
Stiftspfarrkirche
Die Stiftspfarrkirche St. Phillipp und Jakob in Altötting befindet sich südlich von der Gnadenkapelle. Es ist eine gotische Hallenkirche mit zwei hohen Spitzhelmtürmen, die weithin sichtbar sind. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche in den Jahren 1499 bis 1511. An dieser Stelle gab es schon zwei Vorgängerbauten. Im Jahre 876 ließ König Karlmann hier das Chorherrenstift mit der Pfalzbasilika errichten, in der er 880 beigesetzt wurde. Die Basilika wurde während des Ungarnsturmes im Jahre 907 zerstört. Erst im Jahre 1228 erbaute man an der Stelle der karolingischen Basilika eine romanische Basilika. Diese Kirche wurde aufgrund der 1489 beginnenden Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Altötting zu klein. Der Baumeister Jörg Perger schuf darauf hin die letzte gotische Hallenkirche Süddeutschlands. Das Innere der Kirche wurde durch mehrere Renovierungen im Laufe der Jahrhunderte verändert und vieles wurde zerstört. So existieren aus der Erbauungszeit nur noch die mit kunstvollem Schnitzwerk geschmückten Eichenholztüren des Nordportals und des südlichen Kreuzganges. Besonders sehenswert in der Stiftspfarrkirche ist die etwa 7 Meter hohe Standuhr in der Emporenecke die als „Tod von Eding“ bekannt ist. Auf der Uhr befindet sich ein geschnitztes Gerippe (Sensenmann) der im Takt der Zeit mäht. Die Uhr erinnert an die Pestzeit von 1634. Weiterhin sehenswert ist der reiche Orgelprospekt von 1725.
Adresse:
Kapellplatz
84503 Altötting
Karte:
Seiten-Nr.: 613, Stand: 15.05.2007