
Bodemuseum
Das Bode-Museum in Berlin befindet sich auf der Museumsinsel im Stadtbezirk Mitte. Errichtet wurde das Museumsgebäude vom Hofarchitekten Ernst von Ihne in den Jahren 1897- 1904 im Stil des Neobarock. Zunächst war das Museum nach Kaiser Friedrich III. benannt, in dessen Umfeld erste Anregungen für den Bau aufgekommen waren. Das Museum wurde 1956 nach dem preußischen Museumsdirektor Wilhelm von Bode (1845 bis 1929) benannt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museumsgebäude insbesondere im Bereich der Kuppelstark beschädigt. Man begann in den 1950er Jahren mit dem schrittweisen Wiederaufbau des Gebäudes und nahm gleichzeitig den Museumsbetrieb wieder auf. Diese Restaurierung zog sich bis 1987 hin. Ende der 1990er Jahre begann die Generalinstandsetzung mit den ersten Teilbaumaßnahmen und im August 2000 schlossen sich die Bauarbeiten für die Grundinstandsetzung an. Anlässlich des 100. Geburtstages des Münzkabinetts wurde dieses am 22. Oktober 2004 im Bode-Museum wiedereröffnet. Das gesamte Bode-Musem wurde am 17.Oktober 2006 wiedereröffnet und am 19.Oktober 2006 der Öffentlichkeit übergeben. Heute befindet sich im Bode-Museum die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst, das Münzkabinett und rund 150 Bilder der Gemäldegalerie. Die Skulpturensammlung ist heute eine der größten Sammlungen für ältere Plastik in Deutschland. Das Museum für Byzantinische Kunst zeigt spätantike und byzantinische Kunstwerke und Alltagsgegenstände, wobei der Schwerpunkt auf der Kunst des Weströmischen und des Byzantinischen Reiches aus der Zeit vom 3. bis zum 15. Jahrhundert liegt.
Das Münzkabinett beherbergt eine der weltweit größten numismatischen Sammlungen. Im Besitz der Sammlung befinden sich geschlossene Münzserien vom Beginn der Münzprägung im siebten vorchristlichen Jahrhundert in Kleinasien bis zur Gegenwart.
Besonders sehenswert ist das Tiepolo-Kabinett, das ist ein kleiner, üppig mit Stuck verzierter Raum mit 22 Fresken in Grisaille-Technik, die der Barockmaler Giovanni Battista Tiepolo 1759 für den Palazzo Volpato Panigai im norditalienischen Nervesa geschaffen hatte.
Adresse:
Bodemuseum
Bodestraße 1-3
10178 Berlin-Mitte
Karte:
Seiten-Nr.: 699, Stand: 03.01.2007