
Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche
Die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in Berlin befindet sich auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg.
Den Bau der Kirche veranlasste Kaiser Wilhelm II. zum Gedenken an seinen Großvater Wilhelm den Ersten. Entworfen wurde die Kirche von Franz Schwechten, königlicher Oberbaurat und u.a. Architekt des Anhalter Bahnhofs. Gebaut wurde die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche in den Jahren 1891-1895. Der Architekt schuf einen kreuzförmigen, vieltürmigen Bau im Stil der rheinischen Spätromanik. Früher war der Turm über der Hauptfassade mit 113 Metern der höchste Turm der Stadt Im November 1943, während des Zweiten Weltkrieges, wurde die Kirche bei alliierten Bombenangriffen weitgehend zerstört.
Nach Kriegsende sollte ursprünglich im Inneren der Ruine eine Glaskirche entstehen, doch man ließ den Plan fallen und schrieb stattdessen einen Wettbewerb aus. Gewinner war Egon Eiermann mit seinem Entwurf eines völligen Neubaus der Kirche. Dies löste eine leidenschaftlichste Architekturdebatte aus und am Ende ließ sich Eiermann zu einem Kompromiss überreden. Erhalten blieb der 68 Meter hohe Torso des Turmes, der heute als Ausstellungsraum genutzt wird. Dieser Torso auch „hohler Zahn" genannt wurde zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen West-Berlin und ist heut noch eins der Wahrzeichen der Stadt.
Seiten-Nr.: 734, Stand: 23.02.2009