
Burg Harburg
Die Burg Harburg befindet sich auf einem schroff abfallenden Felsen oberhalb der der Stadt Harburg. Sie bewacht den südöstlichen Eingang zum Ries. Die Burg Harburg ist eine der ältesten Burgen Deutschlands und sie ist eine größten und besterhaltenen Burganlagen in Süddeutschland.
Das genaue Gründungsdatum der Burganlage ist unbekannt. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahre 1150. Heinrich, Sohn Konrads III. berichtet in einem Brief von seinem Sieg über Welf VI.. Die Burg war im Besitz der Hohenstaufen und blieb es bis ins Jahr 1295. Dort wurde sie an den Grafen von Oettingen verpfändet. Diese verwalteten als treue Gefolgsleute der Kaiser und Könige das staufische Erbe im Ries. Die Pfandschaft wurde mehrmals verlängert und im Jahre 1418 bestätigte Kaiser Sigmund wegen besonderer Verdienste der Grafen von Oettingen die Burg als deren Eigentum. Bis in das Jahr 1731 blieb die Harburg im Besitz der Grafen von Oetting. Nach dem Aussterben der Adelslinie gelangte die Burg in die Hände der späteren Fürsten zu Oettingen-Wallerstein. Diese sind bis heute Eigentümer der Burganlage und die Burg gehört zur „Gemeinnützigen Fürst zu Oettingen-Wallerstein’schen Kulturstiftung“.
Heute kann man die Harburg im Rahmen einer Führung besichtigen. Dabei erhält man einen Einblick in die Geschichte des Adelssitzes, der bis in die heutige Zeit von dem Geschlecht der Oettingen-Wallerstein bewohnt wurde und ihren jeweiligen Bedürfnissen angepasst wurde. Die gesamte weitläufig angelegte Burganlage wird von einem Mauerring umgeben. Die einzelnen Gebäude entstanden im 13. und 18. Jhd.. Während der Besichtigung der Harburg fallen besonders die zwei Bergfriede auf, der Diebesturm und der Faulturm. Sie sind die ältesten Gebäude der heute sichtbaren Burg. Gebaut wurden sie um 1200. Vor allem der Diebesturm aus roh behauenen Buckelquadern hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt. Während der Führung gelangt man auch zum Kastenhaus. Dieses Gebäude wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Es diente als Getreidespeicher und später wurde es als Marstall und Rüstkammer genutzt. Ein weiteres Gebäude ist der Fürstenbau, in dem die Reste des staufischen Palas (Hauptwohnung) stecken. Er diente im 16. Jhd. der gräflichen Familie als Residenz. Später nutzte man den Bau für Jagdgesellschaften und zu Beginn des 19. Jhd. als Getreidespeicher. In der Burganlage befindet sich auch die Schlosskirche Sankt Michael. Es ist eine einschiffige Kirche mit einem barocken Aussehen, das sie in den Jahren 1720/1721 erhielt. Sie ist die älteste Kirche Harburgs und sie entstand aus einer romanischen Kapelle. Heute befindet sich im Burghof, im ehemaligen Gebäude des Burgvogten, ein Gasthof mit Hotel.
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Adresse:
Burg Harburg
86655 Harburg
Tel.: (09080) 9686-0
Fax: (09080) 9686-66
Karte:
Seiten-Nr.: 663, Stand: 15.05.2007