Donauwörth - Kloster Heilig Kreuz

Kloster Heilig Kreuz
Kloster Heilig Kreuz
Das Kloster Heilig Kreuz in Donauwörth wurde um 1040 durch Mangold I. von Werd als Benediktinerinnenkloster gegründet. Graf Mangold I. brachte eine wertvolle Kreuzreliquie, ein kleines Stück Holz vom Kreuze Christi, als Geschenk des byzantinischen Kaisers aus Konstantinopel nach Donauwörth mit und gründete zur Verehrung dafür auf seiner hiesigen Burg das Kloster. Im Jahre 1104 übernahmen die Benediktinermönche aus Sankt Blasien die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz. Das Nonnenkloster wurde durch ein Männerkloster abgelöst und an den Westrand der Stadt verlegt. Die Kirche und das Kloster wurden 1125 an der heutigen Stelle errichtet. Im Jahre 1717 ließ der Abt Amandus Röls die alte romanisch-gotische Klosterkirche abbrechen und durch die Wessobrunner Baumeister und Künstler Johann und Joseph Schmuzer im klassisch barocken Stil neu aufbauen und die Malerei stammt von Johann Stauder aus Konstanz. Weitere Um- und Ausbauten erfolgten in den Jahren 1770/1780. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst und es fiel mit all seinen Schätzen dem Fürsten Wallerstein zu. Die Wallfahrt zum Heiligen Kreuz schlief ein und erwachte erst 1875. In dem Jahr erwarb der Pädagoge und Lehrer Ludwig Auer das Kloster und baute darin einen Verlag für pädagogische und schulische Literatur, dazu eine Realschule mit Internat auf. Im Jahre 1910 wandelte er alles in eine kirchliche Stiftung unter dem Patronat des heiligen Cassian um, darum wird es auch Cassianeum genannt. Seit 1935 ist das Heilig Kreuz wieder Kloster. Die Patres der Herz Jesu-Missionare aus Salzburg zogen in das Kloster ein und übernahmen die Leitung der Schule mit Internat und die Seelsorge in der Kirche.
Besonders sehenswert in der Kirche sind der Hochaltar, das Chorgestühl aus dem 17. und 18. Jahrhundert und die Kanzel. Weiterhin befindet sich unter der Orgelempore, hinter einem von Prinz Luitpold von Bayern gestifteten kunstvoll geschmiedeten Schutzgitter, das Grab der Herzogin Maria von Brabant. Sie wurde von ihrem Mann, Herzog Ludwig II. von Wittelsbach, im Jahre 1256 auf der Donauwörther Burg Mangoldstein unschuldig enthauptet. Die Grabplatte mit dem Brabanter Wappen entstand Ende des 13. Jahrhunderts. Außerdem befindet sich im Kircheninneren die Gruftkapelle. Auf dem rechten Altar kann man hier die Pieta aus der Zeit um 1500)sehen und am linken Altar befindet sich die Monstranz von 1716 mit der byzantinischen Kreuzpartikeltafel, die nur an besonderen Festtagen ausgestellt wird.

Adresse:

Heilig-Kreuz-Straße 19
86609 Donauwörth

Karte:


Seiten-Nr.: 667, Stand: 22.07.2007
Urlaub in Bayern das Urlaubsportal  
Werben Sie kostenlos für Ihr Hotel oder Ferinwohnung auf Spidertrip.de! Informationen
Reiseführer -> Städte / Orte -> Donauwörth -> Kloster Heilig Kreuz