
Hugenottenkirche
Am Hugenottenplatz in Erlangen steht die Evangelisch-Reformierte-Kirche, auch Hugenottenkirche genannt. Schon zwei Monate nach der Ankunft der ersten Hugenotten in Erlangen ließ Markgraf Christian Ernst den Grundstein zu einer reformierten Kirche legen. Die Kirche wurde vom Markgrafen gestiftet und war das erste Gotteshaus das die Hugenotten außerhalb Frankreichs errichteten. Die Kirche wurde von 1686 bis 1693 nach Plänen von Johann Moritz Richter erbaut. Der Bau hatte keinen Turm, sondern einen Mittelrisalit mit vier Pilastern. Wegen des tempelartigen Aussehens nannten die Hugenotten die Kirche auch "le temple“. Der Turm kam erst 1732 bis 1736 hinzu. Die Hugenottenkirche ist als Zentralbau mit einem einheitlichen Betsaal gestaltet. Bemerkenswert ist die Turmspitze, eine Taube mit Ölzweig. Das Siegel der französischen Gemeinde war die Arche Noah.
Seiten-Nr.: 323, Stand: 02.01.2005