
Kloster Raitenhaslach
Das Kloster Raitenhaslach liegt südlich von Burghausen. Der ursprüngliche Gründungsort des Klosters war Schützing an der Alz. Im Jahre 1145 wurde das ehemalige Zisterzienserkloster nach Raitenhaslach verlegt. Gegründet wurde es von Graf Wolfher von Tegernbach und seiner Gemahlin. Durch großzügige Schenkungen von weltlichen und geistlichen Herren vermehrte sich der Grund – und Güterbesitz des Klosters. Im 13.Jhd. erblühte das Kloster unter den Salzburger Erzbischöfen. Der barocke Umbau erfolgte in den Jahren 1690 – 1696. Im 18.Jhd. fanden weitere umfangreiche Baumaßnahmen statt. Die heutige Gestalt und Fassade der Basilika stammen aus der Mitte des 18.Jhd. im Stile des Rokoko. Bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1803 war es eng mit dem Bayerischen Herrscherhaus verbunden. In der Zeit von 1396 – 1502 wurden hier Angehörige der Wittelsbacher beigesetzt. Die meisten Klostergebäude wurden nach der Aufhebung verkauft. Einige Gebäude wurden auch abgerissen wie das Refektorium und die Bibliothek. Im Jahre 1806 wurde aus der ehemaligen Klosterkirche die heutige Pfarrkirche. Die Innenausstattung der Kirche wurde immer den aktuellen Kunststil angepasst. Besonders sehenswert sind die Altäre, die Fresken und der Kreuzgang mit den Grabplatten.
Adresse:
Kloster Raitenhaslach
84489 Burghausen
Karte:
Seiten-Nr.: 356, Stand: 22.04.2006