Kloster Rottenbuch

Kloster Rottenbuch
Kloster Rottenbuch
Rottenbuch ist eine kleine Gemeinde in Oberbayern im Pfaffenwinkel. Bekannt wurde der Ort durch das ehemalige Augustinerchorherrenstift. Die Klosteranlage erhebt sich malerisch über dem Ammertal und der Kirchtum der Pfarrkirche Mariä Geburt, der ehemaligen Augustinerchorherrenstiftskirche ist weithin sichtbar. Das Besondere an dem Glockenturm ist, dass er freistehend ist ohne Anlehnung an die Kirche und die umliegenden Klosterbauten. Herzog Welf IV. von Bayern wandelte im Jahre 1073 eine schon bestehende Eremitenniederlassung in ein Augustinerchorherrenstift um. Schnell entwickelte sich ein blühendes Kloster. Rottenbuch wurde päpstliches Eigenkloster, da es während des Investiturstreits mit HeinrichIV. (Verweltlichung des Klerus) Papsttreuen Zuflucht bot und so ein wichtiger Stützpunkt war. Von Rottenbuch aus wurden mehrere andere Klöster in Bayern besiedelt. Im Jahre 1803 wurde das Stift aufgehoben.
In den Jahren 1085-1125 entstand die erste romanische Stiftskirche. Aus dem 15. Jhd. stammt die heutige dreischiffige Basilika mit dem schlichten gotischen Äußerem. Im Inneren erwartet den Besucher ein gewaltiger Stuckdekor im Rokoko-Stil. Gestaltet wurde der Innenraum in den Jahren 1737-1746 von Joseph Schmuzer und Sohn Franz Xaver. Umgestaltet wurden die Fenster, die Spitzbögen wurden verkleidet und die Gewölbe verschalt. Die Deckenfresken schuf Matthäus Günther und der Hochaltar stammt von Franz Xavet Schmändl. Inmitten der ganzen enormen Rokokopracht befindet sich im linken Seitenaltar die anmutige Madonna von Erasmus Grasser aus dem Jahre 1483. Sie ist das Einzige, was vom spätgotischen Hochaltar erhalten blieb.

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Seiten-Nr.: 497, Stand: 25.07.2006
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