Mittenwald - Lüftlmalerei

Horsteinerhaus
Horsteinerhaus
Hoglhaus
Hoglhaus
Woher der Name Lüftlmalerei stammt, gibt es derzeit zwei Theorien. Einerseits weil die Arbeit an der frischen Luft „Lüftl“ ausgeführt wird, oder weil der berühmtest Lüftlmaler Franz Seraph Zwinck zeitweise in einem Haus "Zum Lüftl" in Oberammergau wohnte.

Die Lüftlmalerei geht auf die barocke Fassadenmalerei in Italien und Süddeutschland zurückgeht. Ab dem 18. Jhd. wurde die Lüftlmalerei in Süddeutschland sehr populär. Reiche Bürger und Bauern ließen ihre Fassaden mit den meist religiösen Motiven verzieren. Lüftlmalerein können hauptsächlich im Werdenfelser Land, im Tölzer Land und im Schlierseer Gebiet betrachtet werden. Zu den bekanntesten Lüftlmalern gehören Franz Seraph Zwinck (1748 - 1792) aus Oberammergau und Franz Kraner (1737 - 1817) aus Mittenwald. Neben den berühmten Malern sind aber auch viele unbekannt geblieben, da die Werke nicht signiert wurden.

Neben Oberammergau ist Mittenwald ein Hauptort der oberbayrischen Lüftlmalerei. Bei einem Stadtbummel können viele mit Lüftlmalerei verzierte Hauser entdeckt werden. Bemerkenswert sind das Horsteinerhaus (Prof. Schreyögg-Platz 6-8) „Tötung Holofernes“ bemalt von Franz Seraph Zwinck im Jahre 1775, der Gasthof Alpenrose (Obermarkt 1) „Die fünf Sinne“ bemalt von Zwinck 1780 und das Hoglhaus (Malerweg 3) „Flucht aus Ägypten“ bemalt von Franz Kraner.

Seiten-Nr.: 294, Stand: 01.04.2004
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