
Galerie im Lenbachhaus
Der berühmte Münchner Malerfürst Franz von Lenbach beauftragte im 19. Jhd. Gabriel von Seidl mit dem Bau dieser toskanischen Villa im Renaissance -Stil. Die Stadt München erwarb das Anwesen im Jahre 1924 und nutzte es seitdem als Kunstgalerie. Weltberühmt ist die Städtische Galerie im Lenbachhaus wegen seiner einmaligen Sammlung von Werken aus der Gruppe „Der Blaue Reiter“ mit Bildern von Wassily Kandinski, Gabriele Münter, Franz Marc, Paul Klee und August Macke. Weiterhin sind noch Malereien des 19.Jhd. aus dem Kreis der Münchner Schule, sowie Werke des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit zu sehen. Seit den siebziger Jahren werden in den Ausstellungen die wesentliche Tendenzen und Künstler der internationalen zeitgenössischen Kunstszene gezeigt und das Museum begann mit der Sammlung aktueller Kunst Der Schwerpunkt des Museums bei der Neuerwerbung liegt auf Arbeiten einzelner Künstler, um diese mit Werkgruppen zu präsentieren. Eine Bedeutende Erwerbung war die Installation “Zeige deine Wunden“ von Joseph Beuys. Viele weitere folgten wie zum Bsp. Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Andy Warhol, Dan Flavin, Richard Serra, Ellsworth Kelly, Jenny Holzer, James Turrell, Jeff Wall, Katharina Sieverding, Christian Boltanski, Michelangelo Pistoletto, Franz Gertsch und Arnulf Rainer.
Im Jahre 1994 wurde der angegliederte Kunstbau fertig. Dies ist ein unterirdischer Ausstellungsraum im bis dahin ungenutzten Teil der U-Bahnstation Königsplatz. Hier finden meist Wechselausstellungen der modernen und aktuellen Kunst statt.
Seiten-Nr.: 430, Stand: 11.02.2011