
Neuburger Residenzschloss
Das Pfalz-Neuburger Residenzschloss befindet sich in Neuburg an der Donau in der Oberen Stadt und prägt die Silhouette der Stadt.
Schon im Frühmittelalter befand sich an der Stelle des heutigen Schlosses ein bayrischer Herzogshof. Dieser ging im Jahre 1247 an die wittelsbachischen Herzöge von Bayern. Im Jahre 1505 wird die Neuburg Teil des geschaffenen Fürstentums "Junge Pfalz", später Pfalz-Neuburg. Als dessen Residenz ließ Pfalzgraf Ottheinrich seit 1527 die mittelalterliche Feste zu einer eindrucksvollen Schlossanlage im Stil der Renaissance umbauen. Seit 1530 wurde der Nordflügel mit dem Rittersaal erbaut, 1532 – 1534 folgte der Küchenbau und ab 1537 wurde der Westflügel mit dem großen Festsaal und der Kapelle errichtet. Ab dem Jahre 1665 ließ Philipp Wilhelm das Schloss im barocken Stil umbauen. Es entstand der monumentale Ostflügel mit seinen Rundtürmen.
Sehenswert ist die Schlosskapelle mit dem bedeutenden Deckengemälde von Hans Bocksberger im Stil der Renaissance aus dem Jahre 1543, der “Rittersaal” mit originaler Holzkassettendecke und umlaufender Holzvertäfelung von Hans Pihel aus dem Jahre 1575, sowie die Grottenanlagen mit ihrer Tuffstein- und Muschelverkleidung.
Seiten-Nr.: 280, Stand: 01.03.2011