
St. Sebald
Gegenüber dem Rathaus steht die älteste Stadtpfarrkirche der Stadt Nürnberg St. Sebald, auch Sebalduskirche genannt. St. Sebald wurde etwa ab 1215 als doppelchörige, dreischiffige spätromanische Pfeilerbasilika erbaut. Bereits 1309 wurden die beiden Seitenschiffe wieder abgebrochen verbreitert und gotisiert und die heutige Architektur entstand. Im Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche zerstört und 1957 wieder aufgebaut.
Bemerkenswert sind das prächtig ausgestaltete Brautportal an der Nordseite und das sich zwischen zwei nordöstlichen Strebepfeilern befindende Schreyer-Landauer’sche Grabmal von Adam Kraft aus dem Jahre 1492. Berühmt im Inneren der Kirche ist der Reliquienschrein mit den Gebeinen des Nürnberger Stadtheiligen Sebald. Er wurde von Peter Vischer und seinen Söhnen 1508-1519 geschaffen und ist ein Meisterwerk deutsche Gießkunst. Ebenfalls sehenswert ist die Madonna im Strahlenkranz (1420-1425) im nördlichen Seitenschiff und die Kreuzigungsgruppe von Veit Stoß aus dem 16. Jhd.
Seiten-Nr.: 305, Stand: 27.02.2011