
Holländische Viertel

Holländische Viertel
Das Holländische Viertel in Potsdam ist ein Stadtviertel, das zwischen 1734 und 1742 im Zuge der zweiten Stadterweiterung unter Leitung des holländischen Baumeisters Johann Boumann, für holländische Handwerker, erbaut wurde. Das Stadtviertel besteht aus etwa 150 roten Backsteinhäusern, die im holländischen Stil erbaut wurden. Diese Häuser sind durch zwei Straßen in vier Karrees aufgeteilt. Dieses Viertel ist das größte zusammenstehende Ensemble im holländischen Stil außerhalb der Niederlande in Europa. Zu DDR –Zeiten schenkte man den Viertel wenig Beachtung. Erst nach der Wende wurde es wieder entdeckt und restauriert auch durch Unterstützung des niederländischen Königshauses. Heute findet man hier eine Mischung von Wohnraum, kleinen Läden, Galerien, Werkstätten, Kneipen, Restaurants und Cafés, die zu einen gemütlichen Bummel einladen.Besonders schön sind die dreimal im Jahr stattfindenden Fest, das Tulpenfest im Frühjahr, der Töpfermarkt im Herbst und der Weihnachtsmarkt im Winter.
Im Holländischen Viertel befinden sich zwei Museen. Das Johann-Boumann-Haus in der Mittelstraße 8 und das Potsdam-Museum in der Benkertstraße 3. Im Johann-Boumann-Haus erfährt man etwas über die Hintergründe zur Entstehung des Holländischen Viertels und im Potsdam-Museum werden Stadtansichten des 18. bis 20. Jahrhundertsgezeigt sowie ständig wechselnden Sonderausstellungen.
Adresse:
Mittelstraße
14467 Potsdam
Karte:
Seiten-Nr.: 763, Stand: 01.05.2009