
Dom St. Peter
Schon von weitem sieht man den Dom St. Peter in Regensburg. Der Dom prägt das Stadtbild und ist ein bedeutendes Zeugnis gotischer Baukunst in Bayern.
Mit dem Bau des Domes wurde nach 1260 begonnen. 1520 waren die Bauarbeiten abgeschlossen. Von 1859 - 1872 wurden auf Veranlassung von König Ludwig I. die beiden 105 m hohen Türme angebaut. 1985 - 1988 wurde der Innenraum renoviert.
Besonders sehenswert sind wertvollen die Farbfenster im Hochchor, im südlichen Querhaus und in der Südwand. Die meisten Fenster sind zwischen 1220/1230 und 1320/1370 entstanden. Die bunten Fenster lassen nur gedämpftes Licht in den Dom, so dass im ganzen Dom eine besinnliche Atmosphäre herrscht. Weiterhin empfehlenswert sind die fünf gotischen Ziboriumsaltäre und der silbernen Hochaltar, der von Augsburger Künstlern zwischen 1695 und 1785 geschaffen wurde. Von den vielen Steinfiguren des Domes ist die Verkündigungsmadonna und der "Lachende Engel" an den westlichen Vierungspfeilern vom Erminold-Meister hervorzuheben. Ferner befinden sich die Grabmähler bedeutender Bischöfe im Dom St. Peter. Johann Michael von Sailer (1829 - 1832) im südlichen Nebenchor, Georg Michael Wittmann (1832 - 1833) im nördlichen Nebenchor und das Bronzedenkmal für Fürstbischof Kardinal Philipp Wilhelm (gestorben 1598) im Mittelschiff, Bruder des Herzogs Maximilian 1. von Bayern.
In den Räumen der ehemaligen bischöflichen Residenz ist der Domschatz ausgestellt. Zu sehen sind Objekte aus dem späten Mittelalter. Besonders sehenswert sind das Regensburger Emailkästchen (1400), der Wolfgangskelch (ca. 1250/60), das Ottokarkreuz (1261), die silbernen Ölflaschen des Bischofs Heinrich von Rotteneck und ein glockenförmiges Messgewand aus dem 11. Jhd.
Seiten-Nr.: 240, Stand: 22.04.2006