
Schottenkirche St. Jakob

Schottenportal
Um 1090 gründeten irische Benediktinermönche das Kloster St. Jakob. Im Volksmund wurden die irischen Benediktinermönche auch Schotten genannt. 1120 wurde die Klosterkirche geweiht. Da sie sehr nachlässig gebaut worden war wurde sie um 1150 wieder abgerissen. Der Bau der heutigen Kirche wurde um 1200 beendet. Im Jahre 1515 gab Papst Leo X. das Kloster Benediktinern aus Schottland. In ihren Besitz blieb das Kloster bis 1803. Im Jahre 1862 wurde das Kloster aufgelöst.
Die dreischiffige Säulenbasilika gilt als bedeutendster hochromanischer Kirchenbau Süddeutschlands. Besonders sehenswert ist das berühmte Nordportal (Schottenportal). Auf der östlichen Seite ist Maria mit dem Kind zu sehen und auf der westlichen Seite ist der Antichrist abgebildet. Auf dem Portal sind 12x12=144 Figuren dargestellt. 144000 symbolisiert die Zahl der Erwählten Israels vorm Weltgericht. Auch das Innere der Schottenkirche ist mit zahlreichen Figuren ausgestattet. Weiterhin sehenswert ist die romanische Kreuzigungsgruppe mit Christus als Sieger aus dem 12. Jhd.
Adresse:
Jakobstraße 3
93047 Regensburg
Karte:
Seiten-Nr.: 246, Stand: 27.02.2004