
Wasserschloss Mespelbrunn
Der Ort Mespelbrunn befindet sich in Unterfranken im Spessart. Jährlich lockt das Wasserschloss von Mespelbrunn viele Besucher in den Spessart. Der Ort gilt deshalb als Hauptattraktion des Spessarts.
Das Wasserschloss Mespelbrunn entstand im Jahre 1412, als der Erzbischof Johann von Mainz dem ehemaligen Forstmeister im Ritterstand, Harmann Echter, für treu geleistete Dienste den Grundbesitz im Spessart schenkte. Zu dieser Zeit war der Spessart ein wilder und unerschlossener Wald, wo es zu vielen Überfällen und Plünderungen kam. Im Jahre 1427 errichtete der Sohn vom Ritter Harmann Echter deshalb eine befestigt Anlage mit Mauern und Türmen. In den folgenden jahrhundert baute man die Wasserburg in ein Renaissanceschloss um. Sein heutiges Aussehen erhielt das romantische Wasserschloss von Peter Echter von Mespelbrunn und seiner Gemahlin im 16. Jhd.. Das Schloss war bis 1665 der Stammsitz der Familie Echter. Aus ihr stammt auch der Würzburger Fürstbischof Julius Echter. Durch den 30 jährigen Krieg starb die männliche Linie der Familie aus. Das Schloss gelangte durch die Heirat der letzten Echterin, Maria Ottilia, in den Besitz von Philipp Ludwig von Ingelheim. Diese Familie ist heut noch Besitzer des Schlosses. Zur Besichtigung freigegeben ist deshalb nur der Nordflügel mit den Sälen, die historischen Gemächer und die Kapelle.
Seiten-Nr.: 178, Stand: 11.03.2006